Not Worth Reading

10:24 vorm.


Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen "more chatty" Post. Auch, wenn die Schule und alles, was dazu gehört, mich immoment einfach nur ziemlich erschöpft und ich das Gefühl habe, dass ich dadurch viel verpasse, was so um mich herum passiert, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, einen kleinen Blogpost zu schreiben und mir dafür auch die Zeit zu nehmen.

Als erstes ist da die Schule. Und es tut mir Leid, dass ich jetzt so ehrlich bin und so vielleicht sogar irgendwo bei irgendwem Angst auslöse oder sonst was...aber es ist sehr sehr sehr viel. Vielleicht liegt es daran, dass wir noch relativ am Anfang des Jahres sind, und die Lehrer erstmal einen Eindruck von den Schülern und ihren Wünschen für die nächsten zwei Jahre (notentechnisch) bekommen müssen. Aus irgendeinem Grund denken sie sich vielleicht auch, dass Hausaufgaben, ewig lange Aufsätze oder Analysen genau das richtige Mittel sind, herauszufinden, wer denn überhaupt eine bestimmte Note bekommen wird. Jetzt, wo ich das aufschreibe, sehe ich zwar schon einen Zusammenhang (ups :)), aber ganz ehrlich: Ich brauche nicht in meinen 10 Fächern (hab Sport mal abgezogen), jede Woche Hausaufgaben oder Vorträge, um zu zeigen, was ich gerne als Resultat am Ende hätte. Es kann sein, dass ihr mir gerade nicht so richtig folgen könnt, aber ich hoffe, dass ihr meinen Punkt irgendwo verstehen könnt. Dazu kommt natürlich das Gefühl, dass jetzt ALLES, ALLES für das Abitur zählt. Ungefähr jede Stunde denke ich mir beim Rausgehen, dass ich mich mehr hätte melden können. Und ich will ja jetzt nicht sagen, aber woher kommt seit Schuljahresbeginn bitte diese Ambition sämtlicher Schüler sich jede Stunde durchgehend zu melden??? Ich glaube, dass ich mich mittlerweile etwa doppelt so viel melden muss, wie letztes oder vorletztes Jahr, um die GLEICHE Note zu bekommen. Klar, das es jetzt ernst wird, ist mir bewusst und auch, dass man jetzt was tun muss, um bestimmte Noten zu erreichen, aber ich zerstöre mich ja vollkommen, wenn ich mich in jedem meiner Fächer so anstrenge, wie ich es gerne würde. Die Klausuren stressen mich ebenfalls, selbst die Herbstferien scheinen für Hausaufgaben und Lernen für meine Geschichtsklausur nach den Ferien draufzugehen.

So! Einmal alles gesagt, jetzt geht es mir besser! Vielleicht müsste ich dazu sagen, dass ich gar nicht so richtig das Recht habe, mich zu beschweren, denn zumindest bisher (!) läuft alles gut. Aber es geht nicht darum, dass ich es trotzdem irgendwie schaffe, sondern darum, wie ich mich dabei fühle. Wenn ich abends nicht mehr schlafen kann, wenn ich die Tage vor einer Klausur kaum ansprechbar bin, weil ich entweder einfach nur gestresst oder auch aggressiv bin, wenn ich vor lauter Stress vergesse, was es für schöne Sachen auch innerhalb der Schulzeit gibt, hab ich dann das Recht mich zu beschweren? Kommt es nicht darauf an, wie sehr wir es uns unsere Situationen selbst bauen und einschätzen? Und nicht darauf, wie die scheinbaren äußeren "perfekten" Umstände sein mögen? Ich bin nunmal ein Mensch, der wahnsinnig viel nachdenkt und so ziemlich ALLES analysiert, was um mich herum passiert. Warum ich das mache, weiß ich nicht und auch nicht, wie ich damit aufhören kann. Es tut mir auch nicht nur Leid für meine Mitmenschen, wenn ich mir Stress mache und am Ende alles gutläuft, bei ihnen aber nicht, sondern auch für mich, weil ich mir dann anschließend nur ein schlechtes Gewissen mache, weil ich jemand anderen verärgert haben könnte. Ihr seht, es ist ein endloser Kreis. JA!

Wie auch immer, die Schule ist eben die Schule und sie beherrscht ja auch nicht mein ganzes Leben. Nur manchmal ist es einfach zu schwer, mal auszuschalten und zu entspannen, wenn mir bewusst ist, dass ich noch lernen muss oder Hausaufgaben zu tun habe. Geht es einem von euch auch so?


So, jetzt habe ich mich wirklich genug beschwert, denn schließlich gibt es auch noch schöne Sachen im Leben und dazu gehört definitiv der Herbst.
Jaja jaja...ich bin wirklich ein wenig vom Herbst besessen. 
Aber irgendwie brauche ich manchmal einfach etwas, bei dem ich mir zu hundert Prozent sicher sein kann, dass ich es nicht kontrollieren kann und es passiert, ohne, dass irgendwer oder irgendwas es beeinflusst. Und das Wetter und die Jahreszeiten im Allgemeinen kommen und gehen, wie sie wollen und es ist absolut unmöglich, es zu verändern (Regentänze müssen mir noch bewiesen werden!). Ich weiß, dass es vielleicht seltsam klingt, dass ich etwas brauche, was ich NICHT kontrollieren. Wenn man mich besser kennt, dann weiß man, dass ich gerne die Kontrolle habe. Aber bei all den Sachen, die ich versuche zu kontrollieren und in der Hand zu haben und es am Ende doch so kommt, wie es möchte, ist es auch gut, sich wenigstens bei einer Sache mit 100 Prozent sagen zu können, dass es keinen Grund gibt, überhaupt zu versuchen, es zu kontrollieren. Habt ihr verstanden, was ich meine? (Ich hab heute so einen Tag, an dem ich mich einfach nicht ausdrücken kann...)

Jedenfalls machen mich die bunten Blätter, die kalten Abende und manchmal sogar der Regen ziemlich glücklich. Teilweise sitze ich im Klassenzimmer und schaue aus dem Fenster, nur, um den Blätter zu zusehen, wie sie durch die Gegend fliegen. Es hat etwas Beruhigendes. In der Grundschule haben wir im Herbst immer ein Lied gesungen. Ich kann den Text leider nicht mehr, aber ich weiß, dass es eine Zeile gab, in der es heißt, dass wenn der Herbst einem ein Blatt in die Arme bringt, es also direkt in die Arme fällt, der Herbst offiziell begonnen hat. Dieses Jahr hab ich mich daran erinnert und seit Ende September auf ein Blatt gewartet, das mir in die Arme fällt. (Ja, ich weiß....ich habe seltsame Traditionen...)
Letzten Mittwoch bin ich in nach einer meiner Freistunden wieder zurück in die Schule gefahren. Als ich gerade mein Fahrrad angeschlossen habe, ist mir ein Blatt mitten auf meinen Arm gefallen, sodass ich es nur noch nehmen musste. Ich hatte keinen schlechten Tag, aber gestresst war ich trotzdem und in dem Moment hat es mich einfach nur glücklich gemacht hat. Ein anderes Erlebnis dieser Art hatte ich nur einen Tag später: Weil ich die ersten beiden Stunden Entfall hatte, hatte ich morgens ziemlich viel Zeit. Ich hatte in der letzten Zeit nicht wirklich viel Zeit gefunden, um irgendwie Sport zu machen, weshalb ich meine Freistunden genutzt habe, um Joggen zu gehen. Es war zwar schon halb acht, aber noch ziemlich dunkel draußen, gerade so, dass man genug sehen kann. Als ich losgelaufen bin, war es demnach noch alles sehr kalt und dunkel. Im Laufe der Zeit ist die Sonne hinter den Bäumen im Park aufgegangen, und als ich bei einer zweiten großen Wiese angekommen bin, war es hell. Trotzdem lag noch Nebel auf dem Rasen. Es war alles ganz still und friedlich. Und irgendwie war es genau das, was ich gebraucht habe. 


Bitte denkt nicht, dass alles in meinem Leben gestresst ist und ich kaum Zeit für mich finde, weil ich immer so von meinen kleinen Auszeiten schwärme. Denn das stimmt nicht. Schließlich finde ich immer noch Zeit zum Bloggen, etwas, was ich wirklich liebe, zum Lesen oder Freunde treffen. Egal, wie stressig das Leben manchmal werden kann, man darf es sich nicht kaputt machen und schon gar nicht aufhören mit den Dingen, die man am aller meisten liebt. UND ja, die Schule ist wichtig, aber noch wichtiger ist es, das Beste aus dem Tag zu machen, damit man sich später daran erinnern kann. Ich möchte nicht in ein paar Jahren denken, dass meine Jugend vorbei ist, ohne, dass irgendetwas passiert ist...:)
In Momenten, in denen ich einfach nicht mehr weiter weiß, versuche ich, mich auf diese schönen Dinge im Leben zu konzentrieren. In den letzten Wochen war das der Ausblick auf die Herbstferien. Zum Ersten fahre ich zu einer guten Freundin, die ich seit über einem Jahr nicht mehr
gesehen habe und in der zweiten Woche fahre ich mit meiner Familie nach London.
Ich war nur ein einziges Mal in London und da auch nur kurz, aber ich habe mich sofort in die Stadt verliebt. Schon seit Jahren habe ich mir gewünscht, noch einmal länger in diese Stadt zu fahren und diese Ferien konnten wir diesen Traum verwirklichen. Ich freue mich so wahnsinnig auf London, und es wird natürlich auch einen Post dazu geben. 


Dieser Post ist, glaube ich, der unstrukturierteste und seltsam zusammengestelleste Post, den ich jemals geschrieben habe, aber manchmal muss man auch einfach mal alle Gedanken loswerden, um sie ordnen zu können. Ich hoffe, dass es nicht allzu langweilig war und ihr meine Gedanken auch irgendwo nachvollziehen könnt. 

Habt ihr jetzt auch Ferien? Und wenn ja, verreist ist oder genießt ihr den Herbst lieber Zuhause?

Bis Bald
XX


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